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2026

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Holdrio! Tralala!

s’Schwyzerländli ...

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9.10.26 Das ist jetzt echt eine Entdeckung und ein Tipp für alle, die gerne tanzen und Freude am freien Tanz haben. Wäre doch schön, uns da zu begegnen!

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5.10.26 Gewissermassen vor der Nase liegt der Gantrisch mit seiner wunderschönen Landschaft. Ist doch einfach eine Freude solche Tage erleben zu dürfen… die andern kommen dann von alleine.

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30.9.26 wieder zurück hier in der Schweiz und das Wetter ist noch immer schön warm und das Wasser fehlt - etwas erschreckend.
Mit meinen Beiträgen hinke ich etwas hinterher. Ich habe recht viel am Laufen, also etwas weniger Kontemplation, etwas mehr Aktion!


Chatillon-la-Palud

Chatillon-la-Palud

Link "Blender & NomadSculpt"

Da tauche ich in eine völlig neue Welt der gestalterischen Auseinandersetzung ein. Macht Spass!

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25.9.26 Für mich stellt Mingyur Rinpoche die richtigen Fragen und die Auseinandersetzung damit, bringt mich weiter.

Link "Mady Morrison"Bildschirmfoto%202026 09 25%20um%2021.49.38

Wenn Anita und ich das Pensioniert sein echt geniessen können, dann auch wegen Mady Morrison. Während der letzten Wochen haben wir fast täglich Yoga mit ihr gemacht und spüren, wie wir Fortschritte machen. Sorge zu seinem Körper zu tragen macht Spass und hat auch eine spirituelle Dimension.

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Und so Krach macht dann auch immer wieder mega Spass! TheOnlyBayMusic

route des grands alpes, France

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16.9.26 Und dann geht’s aufwärts mit uns und das nicht schlecht! Zumindest einen Teil der Route des grandes alpes wollen wir fahren. Es ist überwältigend! Entrückt und dem Himmel ziemlich nahe!

Villar-d'Arêne

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Le Monêtier les Bains

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Da rauf zum Col du Galibier musste ich etwas mit meiner Höhenangst kämpfen, da geht’s teilweise neben der Strasse echt steil runter.

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Strohfiguren

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Camping Huttopia - Val Cenis

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Eine Nacht im Huttopia, die Matrazen sind super. Darf man für fast 80 € auch erwarten, oder?

Lac du Mont Cenis

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17.9.26 Einen Abstecher zum Lac du mont cenis muss sein - und etwas Bewegung auch. Die ganze Zeit fahren ruft danach!

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Beeren! Da geht’s mit Anita nicht weiter!

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Les Bernards, Chorges, France

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In Erwartung des Temperatursturzes und nach drei Wochen Zelten mieten wir uns aktuell ein Airbnb in les Bernards. Auch hier, ziemlich viel Raum - und endlich Regen auch hier! Juhuiiii!

Link zu Google Maps: Lac Serre-Ponçon
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11.9.26 / Kleine Radtour zum See. Hey, s’ist einfach eine mega schöne Gegend.

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10.9.26 / Wohin ich gestern schon mal mit dem Radl hochgefahren bin, um zu sondieren, sind wir heute zu Fuss  losgezogen. Diese Ecke von Frankreich ist echt wunderschön. Immer wieder staunen wir über die Ruhe, den Raum und dass wir kaum Menschen antreffen.

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Anfahrt 1. Etappe: Contes - Saint André les Alpes

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Wir haben absichtlich die Strecke durch die Préalps d’Azur gewählt, die als die kurvenreichste angegeben wird. In der Tat, wir kamen voll auf die Rechnung. Der Weg führte uns durch absolut wilde und bis ins letzte Jahrhundert noch schlecht zugängliche Gegenden.
Unter den Links findest du ein paar persönliche Highlights (resp. folgen in Kürze)! 

Mehr Infos zu: Aiglun
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Soleilhas, einmal kommen wir zum Radfahren zurück.

Link zu Google Maps: Soleilhas

Ein Stücklein Erde mit einem ganz besonderen Charme.

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Anfahrt 2. Etappe: Saint André les Alpes - les Bernards

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Parc national de Mercantour, über den Col d'Allons. Wie am Vortag atemberaubende Landschaft, sehr abenteuerliche Strassen! Nix für schwache Nerven!

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Nach einer weiteren Nacht im Auto auf dem Zeltplatz in Saint-André-les-Alpes

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Der kleine Fluss erinnert uns an die Sense und wie schön es auch dort ist.

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Am Lac de Serre-Ponçon liegt les Bernards.

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Blick vom Col d’Allons - Staunen über sehr viel Natur, Wald und viel Platz! Ich komme aktuell nicht nach, all die Eindrücke zu dokumentieren. Vielleicht später mehr...

Ararat, Contes, France

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Danke für diesen Post!  Er spricht  mir sehr aus dem Herzen: 

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Who benefits from a disenchanted world?

Over the past few centuries, rationalisation has promised to free us from superstition, uncertainty and fear. But in doing so, it has also gradually stripped the world of its spiritual, symbolic and magical dimensions. What could not be measured, explained or controlled came to be treated with suspicion.

Mehr...
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Steht da auf dem Camping rum und gefällt mir.

Wildschwein

Sobald es dunkel wird und wir uns ins Zelt zurückziehen, grunzt und raschelt’s ums Zelt herum. Das Zelt und was ums Zelt rumsteht lassen sie in Ruhe. Trotzdem, wenn wir in der Nacht zum Brünzeln rausmüssen, braucht’s schon ein wenig Mut.

Kleine Velorunde zur Spitze: Berre les Alpes.

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So klein diese Viecher sind, Plaggeister sind’s allemal. Zum Glück haben wir ein Zelt mit Innennetz. Am Tag hast du also die Wahl zwischen Mücken oder Hitzewallungen im Zelt.

Tag 1

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Temperarturen%20Contes

30.8.26

Jede Bewegung ist zuviel. Wasser in mich reinschütten, um keine Kopfschmerzen zu bekommen - und trotzdem bekommen. Die Hitze blockiert das Denken!
So passiert in Korsika. Uns. Auf einem wunderschönen Zeltplatz, badewannenwarmem Meer (einige mögen’s, andere nicht), gemütiche Atmosphäre. Aber… geht nicht. Ist zu heiss, zumindest für Zeltler wie uns. Wir haben keine Klimaanlage im Zelt wie die Homemobilisten.
Dazu gekommen ist Anitas geschwollenes Knie, das uns zusätzlich imobil hat werden lassen.

Frust auf dem Campingplatz! Nicht gut! Uncool, im wahrsten Sinn des Wortes.
Darum: Wetterapps mit Google maps abgleichen. Wo verspricht das Wetter erträglich zu sein und Spassfaktor zu haben.

Nun sind wir also hier in der Nähe von Nizza gelandet. Verspricht cool(er) zu werden - im Wortsinn.

xSole D'Oru, Solensara, Korsika

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Bei allem Geklöhne von wegen Hitze und so, gab es doch auch echt spektakuläre Augenblicke

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Denke, die Bilder sprechen für sich.

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Das sind vielleicht die tollsten Bilder, die ich je gemacht habe.

Mit dem Velo nach Solaro. Ich erkenne erst da, wie lang der Strand ist und sich vor dem Tang de Palo durchzieht.

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Auf dem Rücken liegen und nur noch in den Himmel schauen, weil alles zu heiss ist - dann sieht es so aus.

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Da konnte ich nicht widerstehen. Für je 5 Euro werden sie nun bei mir rumstehen (-;

Villanova d'Albenga

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Das grosse Fressen - so wird diese Episode wohl in Erinnerung bleiben.

Die Abgeschiedenheit N's hinter uns lassend, kurven wir durch die bergigen Strassen des Piemonts und von Ligurien. Der angepeilte Zeltplatz ist zwar nur von Italienern bevölkert, aber der Bereich für Zelte liegt direkt neben dem Autoparkplatz. Nö, geht nicht, Tschüss, adios, ciao! Weiter!
In Meeresnähe, mit steigenden Temperaturen sinkt die Geduld - selbst mit Klima im Wagen steigt die zwischenmenschliche Temperatur! Schatten und eine Dusche werden zunehmend ZWINGEND! Aber weder Airbnb noch Agriculturas reagieren. Wetterapps prognostizieren Regen in den kommenden Tagen.

So hat die Signora im Feriendorf "C’era una Volta“ ziemlich leichtes Spiel, uns von unserem Glück zu überzeugen, für drei Tage ein Plastikhäuschen oben auf dem Hügel zu vermieten. Gute Wahl! Am nächsten Tag giesst es wirklich wie aus Kübeln. Die dürstende Erde freut’s. Im Bett zu liegen und dem Prasseln zuzuhören macht ebenfalls Spass!

Nach dem Regen wollen wir im Städtchen Albenga einkaufen gehen. Die paar Kilometer sind kein Problem, dass hier niemand zu Fuss unterwegs ist allerdings schon. Warum? Es gibt keine Trottoirs! Und auf der Hauptstrasse, ne, jetzt wo ich endlich pensioniert bin, lass ich mich doch nicht totfahren, zumindest nicht fahrlässig.
Als wir wieder den Hang raufkraxeln, erweist sich das Restaurant am Weg als Glücksfall, da weit und breit die einzige Toilette. „Restaurant" gibt einen falschen Eindruck. Vielmehr ist’s eine Art Anlage mit weissen Herzen, weissen Laternen in Bäumen und ganz vielen sorfgältig drapierten Gegenstände, die alle eins vermitteln: heirate hier!
Nun, wir wollen nur auf die Toilette. Von den zwei Leuten spricht der eine Deutsch und erklärt, das Restaurant sei zwar zu, aber letztlich serviert er uns einen Kaffee und die Toilette ist auch zu benützen. Sehr einnehmend dieser Kerl. Als er dann sagt, am nächsten Tag werde ein Mehrgänger gegeben, sagen wir aus lauter Sympathie zu.
So kommt es, dass wir zwar nicht heiraten, aber uns mit grosser Lust, der lokalen Speise- und Trankkultur hingeben. Anfänglich mit grosser (G)Lust, mit jedem Gang dämpft sich die Euphorie allerdings merklich. Sechs Gänge, ohne Dessert! Die in ein Schokoladenmus ummantelte Pfirsich wird wie das After Eight in Monty Pythons „Meaning of Life“ zum „das Genügt“!
Bemerkenswert sind die frittierten und mit Salz bestreuten Teigstangen, die an Kalemarieringe erinnern. Sonst? Mit viel Lust fürs Detail zubereitetes Essen schmeckt lecker UND macht einen prallen Bauch.
Zum Glück habe ich „Bittere Wahrheit“ eingepackt, die uns mitten in der Nacht vor Bauchschmerzen und Magenbrennen bewahren.
Siehe „The Meaning of Life"

Zu sich finden

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Blick zum Wohncontainer von der Abwaschecke aus gesehen

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Irgendwo in ihrem Dschnungel stehen noch ein paar Gasflaschen rum. Energie zum Heizen und kochen.

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 Am Arsch der Welt - Ruhe, wirklich Ruhe, ziemlich viel Einsamkeit und viel, viel Platz!

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Das WC ist ein Plumpsklo. Etwas Erde drauf und nichts stinkt. Im Winter wird es aber wohl recht kalt, denke ich.

Der Entschluss fällt nach einer Nacht in einem Aosta Seitental. Kriterien: die wenigsten Kilometer mit der Aussicht bis Ende September Zelten zu können - Korsika!

Südwärts fahrend, erinnern wir uns an N. Eine Zufallsbekanntschaft von Anita, die wir dann zusammen vor Jahren auf unserer Heimreise von Sardinien für eine Nacht besucht haben.
Anita schreibt sie an und umgehend kommt die Antwort. Ihr kleines, sehr simples Bauernhäuschen, das im Winter nur um den Ofen in der Küche rum beheizbar war, sei vor drei Jahren abgebrannt. Wenn wir mögen, sollen wir kommen.

In der Tat, das Anwesen ist nicht wiederzuerkennen. Alles ist überwachsen, nur ein kleiner Platz vor ihrem Wohncontainer ist gemäht. Dort sitzt N., bittet uns Platz zu nehmen und führt uns gleich ein in ihre Welt: Sie und ihre drei Schweizer Freundinnen und eine US-Amerikanerin (Trump-Wählerin), unterstützen einander und sind alle überzeugte - ich denke bald „streitbare“ - Impfgegnerinnen. Sie informiere sich bei Roger Köppel, Europa ist im Niedergang und sollte sich mit Russland einigen.
Ups, definitiv nicht meine politische Heimat. Ich merke bald, da dazwischen zu grätschen ist sinnlos, aber warum nicht zuhören?

Trotzdem, warum Corona? Die Panama-Papers oder der weiterhin sorglose Umgang mit Ressourcen und die Umweltproblematik scheinen mir viel problematischer. Oder ist dieses Kultivieren der Coronaerlebnisse eine Art Religion und alles lässt sich in gut und böse, schwarz und weiss einteilen und dich mit Gleichgesinnten verbinden? Mmmh, natürlich natürlich ist nicht alles rund gelaufen, trotzdem, ich versteh’s nicht.

Was ich aber verstehe und was mich zutiefst berührt, N. ist 83 jährig und lebt nur zuammen mit ihren Tieren absolut abgelegen irgendwo auf einem Hügel im Piemont. Mit den Geissen geht sie morgens und abends spazieren. 

Die Wölfe greifen Geissen an, Menschen nicht. Meint sie jedenfalls.  

Das Land gehört mittlerweile dem Nachbarn. Sollte sie sterben, haben alle Tiere ein Plätzchen. Mitten in ihrem Dschungel ist alles organisiert.
Letztes Jahr war sie genau einen Tag in der Schweiz. Da ist alles zu viel: zu viele Menschen, zu viel Rummel, zu viel von allem! Abgesehen davon, dass sie von ihrer kümmerlichen AHV in der Schweiz nicht leben könnte - und Unterstützung will sie nicht.
Köppels Weltbild dringt immer wieder durch, bleibt aber so voller Widersprüche, wie es meine eigene Welt ja auch ist. Da beginne ich mich wiederzuerkennen. 

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Abwaschen, Pflanzen giessen, duschen - das Leben kann sehr simpel sein.

Das Abbrennen des Hauses ist eine Befreiung gewesen, sagt sie. So viele Sachen, um die ich mich nicht mehr kümmern muss. Das Land gehört ja jetzt dem Nachbarn. Der will vielleicht ein Häuschen mit WC und Dusche hinstellen - mal schauen, meint sie. Seine Frau meint, eine so alte Frau sollte doch ein richtiges WC haben. Mmmmh, es geht auch so!
Hier habe ich meine Frauen. OK, die Männer fehlen schon, aber die sind ja alle gestorben. Jedenfalls, morgen ist Frauen-Feiertag, meine Freundinnen kochen und während wir essen, waschen wir meine Kleider. Ich habe keine Waschmaschine mehr.

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Während wir unser Geschirr feinsäuberlich abwaschen, scheint N. solcher Aufwand ziemlich überbewertet. Das braune Trinkglas und  tagelang ungewaschene Füsse zeugen davon. U ne so geit’s o!

N. hat ihre Kinder alleine gross gezogen, war Lehrerin, Bäuerin und hat eine vierjährige Tantra-Ausbildung gemacht.
Ohne Meditation könnte ich nicht so leben, wie ich lebe, sagt sie mit Bestimmtheit. In der Meditation habe ich meine Schattenseiten erkennen müssen. Das war manchmal ziemlich schmerzlich
Das ist der Punkt, wo ich weiss, warum ich ihr zuhöre und sie mich berührt. Politische Themen mögen wichtig sein. Diese Art von Spiritualität, die Bereitschaft und der Mut sich aus der Wohlfühlzone zu begeben, um… zu entdecken. Sich die Frage zu stellen, was ist mir wichtig, wie möchte ich gelebt haben, das sind Dinge, die mich wirklich interessieren. Da kommt mir von N. extrem viel Authentizität entgegen. Berührt!

Huch, ganz schön heiss hier

12.8.2026

Und zweitens anders als man denkt.

Bei mir findet im Moment ein Umdenken, Neudenken statt. Das hat nur sehr bedingt etwas mit meiner Pensionierung zu tun.
Morgen fängt die Schule wieder an und ich habe mich zumindest gefühlt seit Jahrzehnten auf diesen Moment gefreut. Nein, nicht so. Ich war und bin mega gerne Lehrer, aber die Idee hat mich fasziniert:
Alle SchülerInnen und Lernende inklusive Lehrkräfte und Eltern sind aus den Ferien zurück – und ich, respektive wir ziehen los und entdecken die Welt, während fast alle andern an der Arbeit sind. Soweit der bisherige Plan. Nun, was hat sich verändert? Die Welt!
Eigentlich ja nicht erst seit heute. Gewarnt sind wir seit Jahrzehnten. In einem Augenklimpern der Zeit verbrennen wir die Energie, die Millionen, wenn nicht Milliarden Jahre gebraucht hat, um sich in Kohle und Erdöl zu verwandeln. Dass dieser Prozess einen Impakt hat, ist jetzt wirklich nicht erstaunlich. Wie verletztlich wir sind, wenn das Wasser fehlt, haben wir nun über Wochen und Monate erleben müssen.

Nun, morgen fängt die Schule also wieder an. Wie auf dem Foto vom Borisried zu sehen, sind grosse Teile Europas am Austrocknen und man kriegt eine Ahnung davon, was uns in den nächsten Jahren bevorsteht. Kreuz und quer mit dem Auto durch Europa rumzufahren, nein, geht irgendwie nicht mehr.

Als ich letztes Wochenende nach Amsterdam gefahren bin, um Miro beim Umzug zurück in die Schweiz zu helfen, bin ich zweimal gegen 12 Stunden auf der Autobahn gewesen. Bei jedem Stopp bin ich mir erst beim Aussteigen bewusst geworden, wie affig heiss es ist, während es im Auto angenehm kühl ist. So sehe ich an diesen beiden Tagen tausende Autos mit mir und an mir vorbei brausen. Shit, ich bin im falschen Film! Was machen wir da?

Was ich seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich verdrängt habe – dieses Wegschauen gelingt je länger desto weniger. Wir können auf sehr viel verzichten, auf Wasser nicht - und wir können nicht so tun, als ob die Klimaveränderung nicht was mit unserem Handeln zu tun hat.
Wir werden wohl in den nächsten Tagen mit unserem Auto Leute besuchen gehen, spontan und der Nase nach, aber die ursprünglich geplante Tournee ist definitiv massiv geschrumpft. Dass wir unser Leben neu denken müssen ist klar, was das für unser konkretes Handeln bedeutet, ist noch unklar.

Hitzschlag

Schon bedrohlich, was da auf uns zukommt. Zugleich ist Angst ein schlechter Ratgeber. Hinschauen ist angesagt.

Ganz schön das Meer und den Sonnenuntergang im Norden zu erleben, aber dann waren mir der Rummel und das Touristische dann doch zuviel.

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Da läuft einiges schräg im Moment. Dass solch eine Gangstercrew wie sie im Moment in Israel am Ruder ist nicht gestoppt werden kann, ist schwer zu ertragen - auch dass nur wenige den Mut haben, diese auch beim Namen zu nennen!

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Da ist ein mutiger und soweit ich das beurteilen kann gradliniger Mensch abgetreten

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Borisried: Egoistisch betrachtet erlebe ich einen wunderbaren Sommer. Bei strahlendem Wetter kann ich mich jederzeit auf Radl schwingen und in meiner absolut mega schönen Um-Welt rumkurven – auch wenn bei genauerem Hinschauen die Trockenheit offensichtlich ist.

Out in the Kraut

8.8.2026

Im Schangnau hippy flippy kunterbunt, super organisiert – wir wähnen uns in unsere Jugendzeit zurück. Farben, floatende Kleider, ein ganz bestimmtes Lebensgefühl und dann der süssliche Geruch in der Luft, kommen mir doch bekannt vor. Ach ja.
Tolle Begegnungen mit liebenswerten Menschen! Highligt für mich sind Naomi Falcon, Marbach und Andreas Trash Band.

Velo-Trip in den Jura

9.- 14.8.2026
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Anfangs Sommerferien, Anita geht auf ihre jährliche Frauen-Bergwanderwoche und ich… will rausfinden, wie weit ich mit meinem Rad vorwärtskomme. Auf meinem Fully, wie man heutzutage mein Mountain-Bike nennt, lässt sich aber kein richtiger Gepäckträger montieren. Lediglich ein Arm kann an der Sattelstange befestigt werden. Was mich zunächst begeistert, weil so simpel, erweist sich bald als völlig unpraktisch, um nicht gefährlich zu sagen. Der Schwerpunkt ist viel zu hoch oben, was das Velo instabil werden lässt und damit schwer zu lenken.

Bis nach Elach, wo ich die erste Nacht verbringe, ist noch alles ziemlich cool. Beim Aufstieg von da auf den Casseral rauf, wird die Instabilität schon deutlicher spürbar. Aber da der Verkehr minim ist, stört das noch nicht heftig. Aber von St.-Imier zum Camping «les Cerneux» rauf, zittere ich jedes Mal, wenn ein Lastwagen an mir vorbeidonnert und ich krampfhaft versuche den Lenker ruhig zu halten.

Der Camping erweist sich aber als Entdeckung und mit seinem kleinen Naturteich als Bijou.

Am nächsten Tag besuche ich Andi und seine Familie. Sie leben in der Nähe von Le Noirmont. Dass sie fast an der französischen Grenze, ziemlich abseits in einer wunderbaren Landschaft wohnen ist das Eine, das Andere, sie bewegen sich nur via ÖV oder mittels Fahrräder. Mit Andi und seinen Kindern kurven wir per Velo zum Etang de la Gruère und später zur Ruine Spiegelberg, wie’s auf Deutsch heisst. Die Kinder legen diese Distanzen mühelos zurück, was mich zutiefst beeindruckt. Das und die. augenfällige Trockenheit rüttelt fundamental an meinem bisherigen Autofahrer-Selbstverständnis. Seither, mit jeder neuen Hiobsbotschaft, wird mir mehr und mehr bewusst, dass ich mein bisheriges Verhalten ändern muss.

Nach einer weiteren Nacht auf dem Zeltplatz in Saignelégier kämpfe ich am nächsten Tag gegen den Gegenwind und radle durch den Neuenburger Jura – eine weitere wunderbare Landschaft – nach Travers. Dort habe ich keine Lust mehr, mich dem Wind entgegen zu stemmen und nehme den Veloweg nach Neuenburg. Der Abschnitt durch die Areuse-Schlucht ist einfach nur schön!

Zwei Erkenntnisse aus diesem Trip:

die Schweiz ist wunderschön und bietet auf kleinem Raum so viele wunderbare Ecken zum Entdecken.
ich schaffe auch längere Strecken per Velo zurückzulegen. Schön!

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V-Mond

Meine Schule, in der ich über 20 Jahre meines Lebens viel Zeit, Herzblut und Lebenskraft verbracht, investiert, gefeiert und manchmal auch verloren habe, schenkte mir zum Abschied nebst dem bereits erwähnten Farbkasten und der Staffelei mit dem vorgezeichneten Bild der Rütschelengasse 12 auch noch einen Gleitschirmflug. Ich vermute stark, dass da Hendrik massgeblich involviert war, schliesslich ist es seine Passion.
Nun, im Juli war’s dann soweit und ich durfte mich von Werner Zweifel für fünf Viertel Stunden durch die Luft tragen lassen. Was für ein Gefühl, selber fliegen zu können, ist da schon ganz nahe dran. Unbeschreiblich!
Den Song, den ich dem Clip unterlegt habe, ist allerdings in Mexiko, in Bacalar, einem absolut geilen Ort entstanden. Bilder und Musik haben beide was mit Reisen und Himmel zu tun.

Mann über Bord - abgetaucht

2.7.2026

18:44 zeigt die Uhr, als Andi am Donnerstag Abend dieses Foto festhält. Nun bin ich wirklich weg. Und es ist kaum zu glauben, wie sich augenblicklich ein längst vergessen geglaubtes Gefühl einstellt: Zeit haben. Im Zug von Bern nach Niederscherli melden sich Amanda und Wanja und gratulieren, andere wie Thisu beglückwünschen mich auch. Ja, ich denke, das darf man schon etwas zelebrieren, auch wenn ich in diesem Moment einfach nur müde bin nach der Abschlussreise mit meiner letzten Klasse, der BPI25Bd. Dabei war diese – meine wohl letzte Schulreise – eine wirklich runde Sache und hat mich mit vielem versöhnt, was… sagen wir mal… suboptimal gelaufen ist.
Später wird mir in den Sinn kommen, dass wir meinen Vater wohl kaum so gefeiert haben und dass ich das heute bedaure. Es ist eine Art Geburt, eine ganz entscheidende Veränderung im Leben eines Menschen.
Ich denke, man darf ganz ruhig alle möglichen und unmöglichen Anlässe zum Grund nehmen ein Fest draus zu machen einfach weil wir das Leben feiern sollten – solange wir leben!

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Mit Andi habe ich das Glück gehabt, ein Jahr lang zusammen eine Klasse zu führen und gemeinsam die Abschlussreise durchzuführen.

Jetzt ist (fast) Schluss!

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29.6.2026

3– 2 – 1, so geht’s jetzt ab in den nächsten Lebensabschnitt.
Den heutigen halben Montag verbrachte ich mit Suchen meines Portemonnaies, das ich dooferweise nicht mehr finden konnte. Super Start!
So fuhr ich die letzten drei Tage mit dem Fahrrad ab, um dann wieder zuhause, das Teil im Schwimmsack zu finden. Das ist an sich nicht allzu dramatisch. Die Feststellung je länger desto vergesslicher zu werden allerdings schon. Na, wohl Zeit für die Pension!

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Erwähnenswert war allerdings der Freitag Abend, als das Team hier war. Ein echt gemütlicher Abend. Dass Oliva uns Abgehende so ausführlich würdigt, hätte ich echt nicht erwartet und ihre extrem wertschätzende Art war berührend. Die Staffelei, der Bilderrahmen mit dem vorgezeichneten Rütschelengasseschulhaus, der Ölmalkasten und nicht zuletzt der Gleitschirmflug, all diese Geschenke habe ich wirklich nicht erwartet. Umso überwältigter war ich davon. Ja, ein tolles Team mit liebenswerten Menschen.