Aghouatim
Lamrija - Imouzzer Kandar
Unsere Reise führt uns vom Norden, über Marrakesch bis an die Grenze zur Westsahara und an der Atlantikküste wieder in den Norden.

Servus Europa
Die Reise von Sète nach Nador dauert ganze zwei Tage... Zollabfertigung nicht mitgerechnet

Natur ART
Wunderbarste abstrakte Kunst, Spiel von Licht und Schatten, von Farben und Formen - direkt vor der Nase!
Aghouatim
Auf dem Weg nach Ourika staunen wir einmal mehr über die super Autobahnen. Naja, das haben wir nicht erwartet. Sieht ja aus wie in Frankreich (Das hier zu schreiben, ist mir etwas peinlich, aber trotzdem wahr).
Weiter geht’s zu einen Weiler zwischen Marakkesch und Ourika. Leider habe ich keine Foto vom Verkehr am Abend gefunden. Ein Gewussel von Fussgängern, Velo- Mofa und Autofahrer und -innen. Mit Anita als Navigator ist’s zu schaffen. Die Marokkaner sagen wohl: In schāʾa ʾllāh
Über AirBnB haben wir eine Wohnung für eine Woche gemietet, ländlich, gemütlich, auf den Fotos sieht’s schön aus. Hier seine Wegbeschreibung:
Endlich sind wir dort. Die Wohnung ist wirklich gemütlich. Das Wetter weniger. Während es in der Schweiz um die 20 Grad und mehr warm sein soll, regnet es hier und das Thermometer sinkt auf 15 Grad.
Tajine essen in Thalgoumt. Kommt allerdings nicht an die erste ran. Zu viel Fleisch, zu wenig Gemüse.
Zunächst werden Anita und ich zu Reptilien und erstarren, hüllen uns in Decken und sieben Lagen Kleidung ein, trinken Tee, hören Hörbucher, lesen und zeichnen. Die Geschichten (Regen & Verbrechen und andere Texte) von Ferdinand von Schirach sind der Hammer, echt! Achtung, Suchtgefahr! Und so richten wir uns nach und nach ein, Anita lernt Tajine kochen und ich mit Ölkreiden malen und tüftle an einem neuen Song. Sogar Yoga machen wir auf dem kalten Boden.
Dazwischen zieht es uns raus und wir ziehen Runden um unsere Umgebung zu erkunden. Wir stossen auf wunderbare Landschaften mit einer herzerfreuenden Pflanzenvielfalt und Schafe hütende Männer und Frauen. Besonders interessiert mich Kunst im Alltag. Wenn man die Augen etwas zukneift und man sich Boden nicht mehr als Boden anschaut, sondern wie ein Bild, ein Eingangstor nicht mehr als Tor sondern als Gemälde. In kleinen Kiosks decken wir uns mit dem Nötigsten ein. Einmal fahren wir nach Ourika Tajine essen und sind enttäuscht, nur Fleisch, kaum Gemüse. Immerhin verraten sie uns, wo der einzige Laden im weiten Umkreis ist, der Alkohol verkauft. Ein ander Mal fahren wir nach Tahnaout (s. Google Maps), um uns mit Gemüse einzudecken. Alles ist zu finden und die Menschen hilfsbereit – aber wo pinkeln, wenn in den Cafés nur Männer sitzen? So viel Solidarität habe ich mit Anita und wir sausen mit voller Blase zurück in unsere Festung.
Und am letzten Tag reisst der Himmel auf und… wow, erst jetzt sehen wir, dass wir direkt vor dem Atlasgebirge gewohnt haben. Wunderschön!
Echt nicht schön und gehört leider auch zur Geschichte, ist hingegen der Plastikabfall und das leider nicht knapp. Tut weh zu sehen.






























