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BoomerZyt

boomer - das bi ni

1978; es gab einen Schweizer Sender. Daneben vielleicht noch einen deutschen Kanal. Das war’s dann schon. So sassen wir am Freitag Abend alle vereint vor dem Kasten. Ich kann mich zwar nicht mehr im Detail an diese Telearena erinnern, aber wie’s mir eingefahren ist, das weiss ich noch sehr genau!

Ich glaube mich zu erinnern, dass für mich klar war, dass ich nicht auf Männer stehe, dafür auf verklemmte und schüchterne Art und Weise auf Frauen – das hingegen wusste ich sehr wohl. Ich erinnere mich ebenfalls sehr genau daran, wie die Sendung ein starkes Gefühl der Solidarität mit Schwulen ausgelöst hat – einfach, weil’s eine Minderheit war und der Umgang eine Ungerechtigkeit und eine grosse Verlogenheit.

Als Mann, der sich nicht mit den vorgelebten Männer-Rollenbildern identifizieren konnte, fühlte ich mich recht verloren.

Wege, der Saxophonist der Band Why, hat mir diesen Clip gegeben. Denke, ein Aspekt des Lebensgefühls dieser Zeit kommt da ganz gut zum Ausdruck.

Musikgeschmack?

Am Sonntag die Hitparade hören und je nachdem dich zu den harten Rockern oder zu den softeren Popern zuordnen. Dann Bravo lesen und je nachdem, wie die Band und Musiker beschrieben sind, Fan sein oder Gegner. Am Mittwoch oder Samstag Nachmittag in die Stadt gehen und im Musikgeschäft den Verkäufer oder die Verkäuferin fragen, Platten aufzulegen, die du dann mit zwei Hörern anhören kannst und bei Gefallen kaufen – huere guet!

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